Kategorie: Musik

Review: CHINA Moses & RAPHAEL LEMONIER – Crazy Blues CD

china_MosesDieses Album strotzt nur so vor musikalischem Talent, dass es eine wahre Freude ist. China Moses, die Tochter der Grammy-Prämierten Jazz-Diva Dee Dee Bridgewater, und der Pianist Raphael Lemonnier haben sich nun schon zum zweiten Mal zusammengetan, um gemeinsam ein Album aufzunehmen. Huldigten die beiden 2009 mit „This One‘s for Dinah“ nur der Jazz-Legende Dinah Washington, haben sich die beiden musikalischen Ausnahmetalente dieses Mal gleich eine ganze Reihe der Grandes Dames des Blues und Soul vorgenommen. Auf „Crazy Blues“ werden unter anderem Lieder von Mamie Smith, Nina Simone, Etta James, Donna Summer und Dinah Washington neuinterpretiert. Und das gelingt wunderbar. China Moses präsentiert sich auf „Crazy Blues“ stimmgewaltig. Ihre Stimme changiert dabei gekonnt zwischen den einzelnen Tonlagen. Mal klingt sie dunkel und rau wie etwa bei „Why don’t you do Right“, dann wieder lasziv wie bei „Just say I love him.“ Diese Hommage könnte auch in einem verrauchten Jazzkeller der 1950er Jahre aufgenommen worden sein. Kurzum: Dieses Album ist ganz große Klasse!

Erschienen bei Emarcy/Universal Music

„Es ist wirklich dumm, nur Rockabilly oder 50er-Jahre-Rock’n’Roll zu hören.“

Bild: Sir BaldEr ist der Mann der tausend Pseudonyme. Sein Output ist enorm. Die Qualität trotzdem fast immer erstklassig. In der Zeit, in der die meisten Bands ein Album aufnehmen und veröffentlichen, haut er fünf Stück raus. Die Rede ist von Hipbone Slim aka Sir Bald Diddley aka The Bald Bomber aka Baldie McGhee. Ob der Gute unter Schizophrenie leidet und was ein gutes Rock’n’Roll-Album ausmacht, erzählte uns der 45-jährige Engländer in folgendem Interview. Weiterlesen

ZAHL DER VERKAUFTEN DOWNLOADS LEGT ZU

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73,3 Millionen digitale Musikstücke wurden laut den Marktforschern von Nielsen 2012 hierzulande käuflich erworben. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einer Steigerung von rund 27,6 Prozent. Damit liegt Deutschland bei den kostenpflichtigen Musik-Downloads auf Platz zwei hinter dem Vereinigten Königreich (173,8 Millionen Tracks) und vor Frankreich (40,2 Millionen Tracks). Allerdings dominieren hierzulande immer noch die physischen Verkäufe. Der Anteil der Downloads am Gesamtumsatz der Musikbranche in Deutschland liegt laut Bundesverband Musikindustrie immer noch unter 20 Prozent.

Außer in Deutschland ist der digitale Musikmarkt noch in Spanien (-34,8 Prozent), Italien (+24,7 Prozent) und den Niederlanden (+22,3 Prozent) besonders stark gewachsen. Weniger populär scheint die Musik aus dem Internet dagegen bei den Skandinaviern zu sein. In Dänemark und Norwegen ging die Zahl der Downloads leicht zurück.

Quelle: Statista

GEMA versus YOUTUBE TOP-1000

Seit Jahren tobt der Streit zwischen GEMA und Google/YouTube über die Zahlung von Lizenzgebühren für Musikvideos. In Deutschland sind mittlerweile mehr als 60 Prozent der 1000 beliebtesten Musikvideos nicht verfügbar, weil YouTube davon ausgeht, dass die Musikrechte eventuell bei der GEMA liegen. Das und noch einige andere interessante Zahlen zeigt die App von OpenDataCity. Zum Beispiel, dass im Südsudan mehr Musikvideos gesehen werden können, als in Deutschland…


Unterstützt durch MyVideo. Realisiert von OpenDataCity. Anwendung steht unter CC-BY 3.0.

WIE SHAKESPEARE, NUR ZEITGEMÄSS

Ein kurzes Brainstorming über Wiesbaden: Landeshauptstadt. Roland Koch. Viele alte Häuser und alte Menschen. Breite Straßen und heiße Quellen. Drittligafußball. Theater, Kurhaus und ein Spielcasino, in dem Dostojewski einst die Moneten am Roulette-Tisch verzockte und sich davon zu seinem Roman „Der Spieler“ inspirieren ließ. Schon komisch, dass Surfmusik in solchen Aufzählungen immer fehlt, schließlich kommt mit den Razorblades seit 2002 eine der besten deutschen Surfbands aus der hessischen Landeshauptstadt. Doch irgendwie passt das auch wieder, denn das Trio entspricht so garnicht den typischen Surfklischees.
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RODENKIRCHEN BRENNT NOCH IMMER

Deutscher Punk – das ist unflätige Musik, die gepiercte Dosenbiertrinker mit bunten Haaren gerne hören. Typen, die Passanten gerne mal mit Sätzen wie „haste mal ’ne Mark“ anschnorren. Ein Relikt, das mehr als 30 Jahre nach seinem ersten Auftauchen in Köln-Rodenkirchen im Sterben liegt. Falsch! Totgesagte leben bekanntlich länger. Weiterlesen

10 JAHRE RAZORBLADES

Heute Abend im Schlachthof: The Razorblades, das rasiermesserscharfe Surfpunk-Trio aus der Landeshauptstadt, feiert dieses Jahr schon den zehnten Geburtstag! In dieser Zeit hat die Band nicht nur vier Alben veröffentlicht und die Bühne mit den Peacocks, Turbo ACs und Los Straitjackets geteilt, sondern auch über 300 Konzerte in ganz Europa und den USA gegeben. Das muss gefeiert werden! Mit neuen Songs und altem Spirit laden THE RAZORBLADES zur großen Geburtstagsfeier ein! Das klingt wie DICK DALE auf Speed, wie der Pulp Fiction-Soundtrack im Turbo Modus und verspricht einen unterhaltsamen Abend! Mit dabei The Phantom Four aus den Niederlanden.

REMIX BABY! GIL SCOTT HERON & JAMIE SMITH

Vergangenes Jahr legte die Jazz, Funk, Soul-Legende Gil Scott-Heron ein umwerfendes Comeback mit seinem neuen Album „I’m New Here“. Nicht minder toll klingt der Remix des Albums von Jamie Smith, dem Mann hinter dem Sound von the xx’s Debüt-Album. Aber hört selbst wie „We’re new here“ klingt:

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