FALK FATAL blickt in die Zukunft

FalkFatal-260x3122014! Alles auf Null. Format C und dann Reboot. Das wird gut! Neulich war ich bei einer Wahrsagerin, sie blickte in ihre Kristallkugel und was sie mir verriet, verheißt Großes! 2014 wird rocken.

Das Folklore Festival wird wieder stattfinden. Noch größer, noch schöner, noch toller! Der Ärger mit den Anwohnern wird der Vergangenheit angehören. Der Schlachthof wird eine gigantische Lärmschutzwand bauen, die sich vom Wasserturm bis ans Ende des Murnauparks erstreckt. Und diese Mauer wird hoch. Sehr hoch sogar. Mindestens zwanzig Meter wird sie in die Lüfte ragen und dafür sorgen, dass sich das Rattern der ein- und ausfahrenden Züge nicht mit dem Höllenlärm mischen wird, der sonst von Künstlern wie Thees Ulmann, Deichkind oder Tocotronic über die Bahngleise zu den Anwohnern an der Biebricher Allee hinüber weht. Und nicht nur das. Es gibt wieder eine Mauer. Und die steht nicht in Berlin, sondern in der hessischen Landeshauptstadt. Das wird die Touristen in Heerscharen nach Wiesbaden locken. Einziger Wermutstropfen: David Hasselhoff bekommt Stadtverbot. Denn wo der singt, fallen bekanntlich die Mauern. Aber wer braucht schon den Wind of Change?

Und noch etwas wird anders. Das Ordnungsamt fährt endlich eine einheitliche Linie bei Verboten von Tanzveranstaltungen an Karfreitag, Totensonntag und Volkstrauertag. Nicht nur der Schlachthof darf dann keine Veranstaltungen durchführen, sondern auch Abschlusspartys von Filmfestivals wie dem ExGround, Karnevalssitzungen, Rockkonzerte oder Disconächte finden dann nicht statt. Endlich wird über der Stadt die stille Andacht liegen, die diese Feiertage verdient haben. Die Franz-Gardisten, wie die emsigen Außendienstmitarbeiterinnen und -mitarbeiter des Ordnungsamts künftig heißen, werden schon dafür sorgen.

Auch das Parkplatzsuchen im Westend wird endlich der Vergangenheit angehören. Dafür sorgt das 30-stöckige Parkhochhaus, das auf dem Elsässerplatz errichtet und allen Bewohnern des Westends kostenfrei zur Verfügung stehen wird. Nie mehr zweite Reihe parken, nie mehr früh morgens aus den Federn und die Karre umparken. Stattdessen: rein ins Parkhaus, Auto abstellen und die gesparte Zeit der Parkplatzsuche dafür nutzen, um in einer der zahlreichen Kneipen des Westends noch einen Absacker zu trinken.

Doch auch abseits der Wiesbadener Stadtmauern gibt es Grund zur Freude! Der wegen seiner homoerotischen Aufnahmen bekannt gewordene russische Präsident Wladimir Putin hat rechtzeitig vor den olympischen Winterspielen in Sotschi sein Coming-Out und erklärt alle homophoben Gesetze in Russland für nichtig. Statt Nationalflaggen werden bei den olympischen Siegerehrungen Regenbogenflaggen gehisst.

2014 wird super. Ich freue mich drauf!

Erschienen im Sensor Wiesbaden #20

One comment

  1. Farbenfreundin

    … nicht schlecht diese Rundumschlag 🙂 ich bleib dran und bin auf die Umsetzung gespannt… Ach, und was passiert eigentlich mit dem Stadtschloss, ähm Stadtmuseum? Das Bauschild wurde nach nun 2 Jahren wieder eingestampft. Ist auch ja gut so, aber irgendwie hat doch nix mehr Hand und Fuß, oder?

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