FALK FATAL und die unvollständige Jahresvorschau

Falk FatalDie Gänsekeulen sind verdaut und die Tischfeuerwerke abgebrannt. Am Straßenrand verwelken die letzten Tannenbäume und die ersten guten Vorsätze sind längst gebrochen. Kurzum: 2018 hat uns längst am Wickel. Höchste Zeit für einen kurzen Blick in die Zukunft, der uns verrät, was wir vom Jahr des Hundes erwarten dürfen.

Februar: Die Anträge der beiden Vorsitzenden der hessischen AfD, Robert Lambrou und Klaus Herrmann, auf Mitgliedschaft bei Eintracht Frankfurt, werden satzungsgemäß abgelehnt. Bernhard Lorenz, Fraktionsvorsitzender der Wiesbadener CDU, zeigt sich daraufhin solidarisch mit den rechten Populisten und stellt einen Mitgliedsantrag beim Hamburger SV. Sein Pech: Der Antrag wird angenommen.

März: Die Gegner der CityBahn veröffentlichen einen Alternativvorschlag. Dieser sieht vor, an den verkehrsreichsten Straßen Wiesbadens alle Häuser mit geraden Hausnummern zu sprengen. Durch den neugewonnenen Platz können die Straßen verbreitert und somit Platz für durchgängige Busspuren geschaffen werden. Außerdem bleibt noch Raum für zusätzliche Autospuren, was den Verkehr besser fließen lässt. Der Vorschlag gewinnt wenig überraschend schnell Befürworter.

April: Nach den gescheiterten Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und der SPD, bringen Spitzenpolitiker der Union die sogenannte Belgien-Koalition ins Spiel. Kurz darauf beginnen zwischen CDU/CSU, FDP und der Linkspartei die ersten Sondierungsgespräche.

Empörung über Jubelmarsch

Mai: In einem dramatischen Relegationsspiel besiegt der SV Wehen-Wiesbaden den FC Erzgebirge Aue 2:0 und steigt damit wieder in die 2. Bundesliga auf. Die 2.345 anwesenden Fans feiern enthusiastisch den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Beim spontanen Jubelmarsch durch die Stadt blockieren die Fans einige Kreuzungen. Es kommt zu leichten Verkehrsbehinderungen. Empörte Wiesbadener rufen daraufhin die Polizei. Als diese nicht eingreift und die Fans feiern lässt, lassen die empörten Bürger bei Facebook ihrem Frust darüber freien Lauf.

September: Die CDU gewinnt überlegen vor der SPD die hessische Landtagswahl. Es kommt zu Koalitionsverhandlungen. Rund vier Wochen später wird der Koalitionsvertrag unterschrieben.

Oktober: Die Belgien-Koalition kommt nicht zustande. Christian Lindner beendet die Sondierungsgespräche mit den Worten: „Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren.“ Neuwahlen sind unausweichlich.

Dezember: Die Stadt Wiesbaden hat ihr Sicherheitskonzept für den Sternschnuppenmarkt erweitert. Die Weihnachtsmarktpoller stehen nun schon an den Eingängen zur Fußgängerzone und nicht erst am Mauritius- oder Schlossplatz. Am 24. Dezember müssen aber auch die Betonklötze klein beigeben: dem Ansturm der Ehemänner, die jetzt erst gemerkt haben, dass Weihnachten ist und sie dringend noch ein Geschenk für ihre Frauen brauchen, halten sie nicht stand.

Erschienen im Sensor Wiesbaden #61

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