Folklore Festival vor dem Aus?

folklore012_2.jpgEin paar nervige Anwohner, für die drei Tage im Jahr, an denen es etwas lauter ist als sonst, zu viel ist, versuchen auf dem Klageweg Folklore zu verhindern bzw. dafür zu sorgen, dass ab 20 Uhr Ruhe auf dem Platz herrscht. Diese Spaßbremsen sind wirklich schlimm, denn sie scheinen ihr Ziel, Folklore ein für alle Mal zu verhindern, erreicht zu haben. Die Orga-Crew droht mit dem Aus. Was wirklich schade wäre, wenn dieses tolle Festival nur wegen der Lärmbeschwerden einer Handvoll Anwohner (die übrigens direkt an der Bahnlinie wohnen) zerstört werden würde. Doch lest selbst, was das Folklore Team zu dem Thema zu sagen:

EIN LETZTES MAL FOLKLORE?

Bürokratie, Rechtsprechung und sich immer wieder ändernde oder neue Auflagen…Die Bedingungen für das Festival Folklore, wie wir es kennen, werden immer schwieriger.

Auf der Strecke bleibt – zum wiederholten Male – die für eine solch komplexe und monatelang vorbereitete Veranstaltung notwendige Planungssicherheit.  Es lässt sich – um ein Beispiel zu nennen – nun mal kein Festival organisieren, wenn wenige Tage vor Start Irritationen auftreten, zu welchen Uhrzeiten es überhaupt stattfinden darf. Deshalb hat das gesamte Folklore-Team einstimmig beschlossen, das Folklore Festival in diesem Jahr (nach 37 Jahren) zum letzten Mal auszurichten.

Das Konzept von Folklore ist nur bis zu einem gewissen Rahmen anpassbar und wir selbst können und wollen diesen nicht noch mehr ändern – auch gerade den Gästen und der Veranstaltung zu liebe! Drum kommen wir schweren Herzens zum Entschluss: So – unter den gegebenen Bedingungen- wird es nicht weitergehen.

Bürgermeister Arno Goßmann kündigte jedoch seine Bereitschaft an, für bessere Konditionen und mehr Planungssicherheit kämpfen zu. „Ohne Folklore ist Wiesbaden ärmer!“ lautet die gemeinsame Botschaft von Bürgermeister und Veranstalter.

Jetzt gilt es aber erstmal, den Fokus auf Folklore 013 zu richten – wir geben unser Bestes und freuen uns auf Euch – denn das Folklore Festival kann nur mit Euch ein großartiges Festival sein!

Und by the way: Wir haben am 17.08. WIDERSPRUCH gegen die Musikzeitverkürzung eingelegt.

Nachtrag 20.8.2013: Ich muss das erst einmal alles sacken lassen. Ich finde es immer noch unglaublich, dass sich wirklich Menschen wegen der Lautstärke beschweren, die zwischen Biebricher Allee und dem Hauptbahnhof bzw. den Bahngleisen dahin wohnen. Da soll das bisschen Livemusik, dass an den drei Tagen je nach Windrichtung mal mehr, mal weniger laut herüberweht solch eine Beeinträchtigung der Lebensqualität darstellen, dass man vor Gericht zieht, um einem beliebten Musikfestival den Garaus zu machen? Das man mehr als 20.000 Besuchern (übrigens nicht nur Jugendliche, sondern auch Erwachsene) ein beliebtes Festival nimmt? Das man der Stadt Wiesbaden ein kulturelles Aushängeschild nehmen will? Was sind das für Menschen? Was geht in deren Köpfen vor? Ich, ich, ich wahrscheinlich. Ich verstehe nicht, warum man nicht drei Tage im Jahr mit etwas mehr Lautstärke leben kann? In der Stadt ist es halt lauter als auf dem Land. Wer absolute Stille will, darf nicht in die Stadt ziehen.

Ich hoffe wirklich, dass diese paar Anwohner keinen Erfolg haben werden vor Gericht und das Folklore auch weiterhin stattfinden wird. Wiesbaden würde sonst etwas fehlen.

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