Initiative Rückenwind will Flüchtlingen soziale Teilhabe in Wiesbaden erleichtern

rückenwindDie neue Initiative ‚Rückenwind Wiesbaden‘ will nach Wiesbaden geflüchteten Menschen als Geste der Solidarität „eine Portion Rückenwind“ geben und so die Teilhabe am sozialen Leben in der hessischen Landeshauptstadt erleichtern.

Viele Menschen in Wiesbaden unterstützen über selbstorganisiertes bürgerschaftliches Engagement Flüchtlinge beim Ankommen in der neuen Stadt. Verschiedene Wiesbadener Initiativen und Einzelpersonen haben sich nun unter dem Namen ‚Rückenwind in Wiesbaden‘ zusammengefunden.

Die Initiative bietet an:

  • Vermittlung von aufbereiteten Fahrrädern an Geflüchtete
  • Reparatur-Termine für alle, die Hilfe dabei gebrauchen können
  • FahranfängerInnenkurs für Geflüchtete
  • Verkehrssicherheitstraining für Geflüchtete
  • Fahrradtouren für alle, die Lust drauf haben

Ein Problem auf dem Weg zur erforderlichen gesellschaftlichen Teilhabe sieht die Initiative in den Randbezirken der Stadt gelegenen Sammelunterkünften, in denen die Geflüchteten oft für mehrere Jahre untergebracht sind. Diese räumliche Trennung erschwert es, am sozialen Leben der städtischen Gesellschaft teilzunehmen und Kontakte in Wiesbaden zu knüpfen. „Wir fahren selbst fast alle regelmäßig mit dem Fahrrad und auch wenn Wiesbaden als fahrradunfreundliche Stadt gilt, gibt Rückenwind den Bewohnerinnen der Flüchtlingsunterkünfte eine gute Möglichkeit in der neuen Heimatstadt mobil zu sein“, so Tina Lehmann vom Flüchtlingsrat Wiesbaden, der sich bei Rückenwind Wiesbaden beteiligt.

Dazu betreibt Rückenwind die Sammlung, Aufbereitung und Weitergabe von Fahrradspenden. Das Überprüfen, Einstellen und bei Bedarf die Reparatur der Fahrräder organisiert Dirk Vielmeyer, Radverkehrsaktivist und Initiator vom RepairCafè Wiesbaden-Mitte, das im Heimathafen in der Karlstraße vor Anker liegt. „Wir vom RepairCafe freuen uns, auch hier weiterhelfen und ein gegenseitiges Kennenlernen fördern zu können. Zusätzlich zu unserem bisherigen Engagement in Sachen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung leisten wir bei Rückenwind Wiesbaden noch einen Beitrag zur Integration. Das ist eine tolle Kombination!“

Ebenfalls stehen die Organisierung von FahrradanfängerInnenkursen und Verkehrssicherheitstrainings auf der Agenda der Initiative, genauso wie Fahrradtouren für alle, die Lust drauf haben, mit neuen Menschen in Kontakt zu kommen. „Wir wollen nach Wiesbaden geflüchteten Menschen eine Portion Rückenwind geben, eine Geste der Solidarität. Denn kein Mensch flieht freiwillig. Auf diesem Wissen und der konkreten Bereitschaft zur Solidarität entwickelt sich die vielbeschworene Willkommenskultur“, so der AKU Wiesbaden für Rückenwind.

Bei Rückenwind in Wiesbaden engagieren sich (in alphabetischer Reihenfolge)
der ADFC Wiesbaden, der AKU Wiesbaden, das Bündnis Verkehrswende Wiesbaden, der Flüchtlingsrat Wiesbaden, das Repaircafè Wiesbaden-Mitte sowie Einzelpersonen.

 

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