RECHTE STRAFTATEN UND GEWALT IN DEUTSCHLAND

Die Zahl rechtsextremer Gewalttaten steigt. Mehr als 180 Menschen starben seit 1990 infolge rechtsextremer Gewalt, wie folgende Infografik zeigt.

Mehr als 180 Menschen sind seit der Wiedervereinigung aufgrund rechtsextremer Gewalt gestorben. Das sagen die Zahlen der Amadeu Antonio Stiftung. Die Bundesregierung nennt eine deutlich kleinere Zahl. Sie beziffert die Zahl der Todesopfer auf 63, also um zwei Drittel weniger als die Amadeu Antonio Stiftung. Aber das die staatlichen Ermittlungsbehörden, die für die Zählung der Zahlen verantwortlich sind, gerne rechte Straftaten als „unpolitische Schlägereien“ abtun ist ja bekannt. Schließlich waren für sie auch die NSU-Morde zunächst keine rechtsextreme Straftaten, sondern nur „Döner Morde“.

Generell steigt die Fallzahl im Bereich der politisch motivierten Kriminalität rechts. 2012 waren es insgesamt 17.616 Fälle, rund vier Prozent mehr als im Vorjahr. Überdurchschnittlich stark legten fremdenfeindliche Straf- und Gewalttaten (+ 16,5 bzw. + 10,8 Prozent) zu. Insgesamt kam es zu 842 rechten Gewaltaten darunter 720 Körperverletzungen und sechs versuchte Tötungsdelikte. Zwei Drittel der Fälle rechter Kriminalität im vergangenen Jahr waren Propagandadelikte.

Die Gefahr, Opfer rechter Gewalt zu werden, ist am Osten am größten. Spitzenreiter bei den rechtsextremistischen Gewalttaten je 100.000 Einwohner ist mit 2,7 Fällen Sachsen-Anhalt.

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Quelle: Statista

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