Schlagwörter: Islam

FALK FATAL steht auf Details

Ich liebe Details. Sehr sogar. Dafür ernte ich von meinen Kumpels oft ein Stirnrunzeln. Besonders dann, wenn wir abends an der Theke unseres Vertrauens sitzen und ich nach dem vierten Äppler als Erwiderung auf den Zuruf: „Falk, Du bist blau!“, antworte: „Ja, aber nur pastellblau.“ Ich mag es halt gerne genau.

Details geben einer Geschichte – egal, ob Tatsachenbericht oder der Phantasie entsprungen – die nötige Würze. Ich kann die Geschichte ohne Details weitererzählen. Dann geht sie so: Nach dem vierten Äppler wurde mir schlecht und ich ging nach Hause. Oder ich erzähle sie mit Details. Dann könnte sie so lauten: Nach dem vierten Äppler traten erst einige feuerrote Flecken auf, die sich dann langsam über die restlichen Gesichtspartien ausbreiteten bis irgendwann mein Gesicht aussah wie eine Tomate kurz vorm Platzen. Nach dem fünften Äppler wich das Feuerrot einem leuchtgrünen Teint, der sich schnell in ein pastelltürkis verwandelte. Als ich anschließend von der Toilette wiederkam, hatte mein Gesicht den Farbton ungebleichten Recyclingpapiers. Danach schlappte ich mit hängendem Kopf nach Hause. Das ist zwar ein bisschen eklig, kommt der Wahrheit aber sehr nahe. Will heißen: Details helfen, die Realität besser zu verstehen.

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FALK FATAL wünscht sich mehr Differenziertheit

FalkFatal-260x312Es ist schon merkwürdig, dass wir in einer Zeit, in der alle möglichst individuell sein wollen, über bestimmte Bevölkerungsgruppen sprechen, als handle es sich bei ihnen um einen monolithischen Block. Wir sprechen gerne von den Muslimen, vergessen dabei ganz oft, dass es sich dabei um einen deutschen Fußball-Weltmeister handelt. Oder um einen Literaturwissenschaftler in Kairo, um einen Banker in Kuala Lumpur, um einen nigerianischen Ölarbeiter im Nigerdelta oder um einen Gemüsehändler in Marseille.

Wir vergessen dabei auch gerne, dass es DEN Muslim, nicht gibt. Wir vergessen oft ihre kulturellen und landesspezifischen Prägungen und Sozialisationen. Irgendwie gehen wir in der öffentlichen Rede immer davon aus, dass alle, die potenziell muslimischen Glaubens sein könnten, auch bis in die Haarspitzen gläubig sind. Sind sie aber nicht. So kommt die Studie „Muslimisches Leben in Deutschland“ des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge zu dem Ergebnis, dass der überwiegende Teil der in Deutschland lebenden Muslime sich zwar als gläubig bezeichnet. Aber immerhin knapp ein Sechstel sieht sich als nicht oder wenig gläubig. Weiterlesen