Schlagwörter: Kultur

Was geht in Mainz?

Mainz singt und lacht und schunkelt sich von Schüttelreim zu Schüttelreim. Ist die fünfte Jahreszeit vorbei, wird es ruhiger. Zumindest musikalisch ist in anderen Städten wenig aus der Fastnachtsstadt zu hören. Hamburg haben Tocotronic, Kettcar, die Goldenen Zitronen und tausend andere, Berlin hat seine Rapper und die Beatsteaks, München die Sportfreunde Stiller und Köln immerhin noch Bap. Und was geht in Mainz? weiterlesen

Erschienen am 21.Juli 2009 auf den Mainzer Stattansichten

Vertraute Muster verschwinden

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REZENSION Die Wiesbadener Bands Torpedohead und Fragile Views stellen ihre Debüt-Alben vor

WIESBADEN Die hiesige Musikszene ist lebendig und abwechslungsreich. Das beweisen zwei junge Wiesbadener Bands, die kürzlich ihre Debüt-Alben herausgebracht haben – und die unterschiedlicher nicht sein könnten. weiterlesen

Erschienen am 16.07.2009 im Wiesbadener Kurier

Mürrisch, kantig, wortkarg, wandlungsfähig

Bild: UFA home entertainmentLino Ventura war als Ringer sogar Europameister, ehe er nach einer Sportverletzung ins Schauspielfach wechselte. Dort war er nicht minder erfolgreich: Nicht nur in seiner Heimat Frankreich galt der gedrungende Charakterdarsteller als einer der populärsten Schauspieler, der bis zu seinem Tod in über 70 Filmen mitspielte. Heute vor 90 Jahren wurde Lino Ventura in Italien geboren. weiterlesen

Erschienen am 14.07.2009 auf ARD.de

Fast wie Filmmusik

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Alternativ-Rock Fragile Views verweigern sich gängigen Musikstrukturen

WIESBADEN Alte Strukturen aufbrechen und Neue schaffen – Seb, Marc, Thomas und Tobi wollten etwas Ungewöhnliches machen, als sie 2006 ihre Band Fragile Views gründeten. Sie wollten Musik machen, die mit den Erwartungen der Hörer spielt und sie von den vorhersehbaren Bahnen weg lockt, die mit gängigen Arrangements aufräumt und Neues wagt. „Wir dachten uns: Eine frische Band verlangt ein frisches Konzept“, erklärt Bassist Seb. weiterlesen

Erschienen im Wiesbadener Kurier am 09.07.2009

No Sex, no drugs, only Rock’n’Roll

Bild: Hoba Hoba Spirit/Brain Failure

Punkrocker in China, Heavy-Metal-Fans im Irak und Hip-Hopper in Algerien – ursprünglich westliche Jugendkulturen sind inzwischen auf der ganzen Welt anzutreffen. In einigen Ländern leben Musiker und Fans jedoch ziemlich gefährlich.

Die Texte handeln oft von Gewalt, Satan und der Apokalypse: Die „Hölle auf Erden“ ist bei vielen Heavy-Metal-Bands ein Thema – doch kaum eine hat sie erlebt. Eine Ausnahme sind Acrassicauda, der – laut Selbstaussage – ersten Heavy-Metal-Band aus dem Irak. Wenn die vier Musiker Firas al-Talif, Tony Aziz, Faisal Talal und Marwan Riyak Tod und Verderben thematisieren, dann wissen sie, wovon sie singen. weiterlesen

Erschienen am 30.06.2009 auf ARD.de

Ganz und gar nüchtern und unpathetisch

Keine Rede amerikanischer Politiker kommt ohne Religion und Geschichte aus. Und in Frankreich passiert es schon mal, dass die Opposition aus Protest die Marseillaise singt. Nur deutsche Politiker wirken vergleichsweise nüchtern und emotionslos. Warum? Weiterlesen

Eine Stimme für die Vielfalt

LITERATUR Luxbooks verlegt US-Lyrik


luxbooks

Sie haben nichts dem Zufall überlassen. Sie haben alles von langer Hand geplant. Trotzdem waren Christian Lux und Annette Kühn von dem Erfolg ihres jungen Buchverlages überrascht. „Dass wir so schnell bemerkt werden, hätten wir nicht gedacht“, sagt Lux. Denn obwohl die beiden erst seit einem knappen Jahr Bücher veröffentlichen, hat sich ihr Verlag Luxbooks schon einen Namen gemacht.

Für junge Dichter

Die Gründe dafür sind vielfältig: eine genaue Kenntnis des Buchmarktes, eine große Leidenschaft für das eigene Schaffen und eine gesunde Portion Selbstbewusstsein. „Wir haben nicht tiefgestapelt, wir haben mit unserem ersten Verlagsprogramm gleich die Großen angeschrieben“, sagt Lux. Und haben damit offene Türen eingerannt, denn ihr Angebot füllt eine Nische in der deutschen Literaturlandschaft: Übersetzte amerikanische Nachkriegslyrik findet man hierzulande – von der Beat-Literatur einmal abgesehen – nur schwer.weiterlesen

Erschienen am 18.06.2009 im Wiesbadener Kurier