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FALK FATAL hat die Schnauze voll von Rassisten

FalkFatal-260x312Am Abend des 22. August 1992 griffen mehrere Hundert Rechtsradikale in Rostock-Lichtenhagen das Sonnenblumenhaus, wie die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber genannt wurde, und das angrenzende Wohnheim für ehemalige vietnamesische Vertragsarbeiter, mit Steinen und Molotow-Cocktails an – während bis zu 3.000 Menschen zusahen und applaudierten. Die Angriffe dauerten fünf Tage. Zeitweise zog sich die Polizei komplett zurück und überließ die Insassen des Hauses ihrem Schicksal. Erst als die mehr als hundert verbliebenen Bewohner evakuiert worden waren, beruhigte sich die Lage. Dass es keine Todesopfer zu beklagen gab, kann als glückliche Fügung bezeichnet werden.

Sinnbild dieser Ausschreitungen ist das Foto eines Mannes mit Schnurrbart, der mutmaßlich eine vollgepinkelte Jogginghose und ein Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft trug und dabei den rechten Arm zum Hitlergruß hob. Dieses Foto widerspricht der gängigen Vorstellung, dass es sich bei Rassisten immer um Männer mit kahlrasierten Köpfen, Springerstiefeln und Bomberjacke handelt. Die Ausschreitungen in Lichtenhagen zeigten, das Rassismus nicht nur am rechten Rand der Gesellschaft zu finden ist, sondern auch in der gesellschaftlichen Mitte auf Zustimmung trifft.
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Leerstand kreativ nutzen

Das Team von Schnittstelle 5: Von oben beginnend von links nach rechts: Cornelia Günauer, Jakob Brauchle, Benjamin Kashlan, Bastian Knobloch, Arne Stei, Franziska Mamitzsch, Oliver Konter, Gregor Arnold, Nicola Diehl.
Das Team von Schnittstelle 5: Von oben beginnend von links nach rechts: Cornelia Günauer, Jakob Brauchle, Benjamin Kashlan, Bastian Knobloch, Arne Stei, Franziska Mamitzsch, Oliver Konter, Gregor Arnold, Nicola Diehl. BIld: Schnittstelle 5

BÜRGERBETEILIGUNG Der Mainzer Verein Schnittstelle 5 versucht leerstehende Immobilien an Raumsuchende zur Zwischenmiete zu vermitteln. Ein spannendes und sinnvolles Projekt, das in meinen Augen auch eine Form der Bürgerbeteiligung darstellt, und über das ich mehr erfahren wollte. Weiterlesen

„Das war eine Alibiveranstaltung“

ludwigstraße
Screenshot aus einem Video der Bürgerinitiative Ludwigsstraße über den geplanten Bau des Einkaufzentrums an der Ludwigsstraße in Mainz.

BÜRGERBETEILIGUNG In Mainz wird seit Jahren über den Bau eines Einkaufzentrums an der Ludwigstraße gestritten. Der Immobilienentwickler ECE möchte auf dem Gelände, auf dem jetzt noch eine Karstadt-Filiale steht, eine große Shopping Mall mit 26.500 qm² Verkaufsfläche bauchen. Das wäre deutlich mehr Fläche, als Karstadt zurzeit hat. Dazu will ECE auch noch das angrenzende Polizeirevier erwerben. Schnell entwickelt sich Widerstand gegen den Bau. Besorgte Bürger befürchten eine Verschandelung des Stadtbilds, eine Verödung der Altstadt und des dortigen Einzelhandels, was gleichzeitig eine Zunahme der Leerstände bedeutet. Weiterlesen

Kein Allheilmittel: Die Städte Mainz und Wiesbaden wollen ihre Bürger stärker an Entscheidungen beteiligen

Bild: pixabayBÜRGERBETEILIGUNG Es läuft etwas schief zwischen Politik und Bürgern. Es scheint, als würden sich beide Seiten immer mehr entfremden. „Die da oben machen doch sowieso, was sie wollen“, steht für viele Frustrierte fest. In Wiesbaden lässt sich das sogar in Zahlen ausdrücken. Laut einer aktuellen Studie der Stadt ist der Anteil der zufriedenen Bürger von 51 auf 20 Prozent geschrumpft. Nur noch sieben Prozent glauben, Einfluss auf das kommunalpolitische Geschehen nehmen zu können. Rund ein Drittel fühlt sich zudem machtlos. Weiterlesen

Positive Energie und Texte aus dem Leben

Bild: Shambelle

„Songs voller positiver Energie und Wärme, Musik, die entspannt, ohne zu langweilen, die bleibt, ohne aufzuregen und die einem nahe kommt, ohne sich aufzudrängen. Dazu Texte über Leben und Liebe, gelebt, gefühlt und gesungen von einer außergewöhnlichen Sängerin“, beschreibt ein Fan die Musik von Shambelle. Klaus Weis, Bassist der Band, nennt ihre Musik weniger empathisch schlicht Elektro-Jazz-Pop.
Die Mischung ergebe sich aus der Besetzung: Schlagzeuger Gilbert Kuhn komme aus dem Jazz, Pianist Thomas Knoll mache so ziemlich alles, Sängerin Uschi Mathes und er selbst seien stark im Pop verwurzelt, sagt Klaus. weiterlesen

Erschienen am 23.Juli auf den Mainzer Stattansichten

Was geht in Mainz?

Mainz singt und lacht und schunkelt sich von Schüttelreim zu Schüttelreim. Ist die fünfte Jahreszeit vorbei, wird es ruhiger. Zumindest musikalisch ist in anderen Städten wenig aus der Fastnachtsstadt zu hören. Hamburg haben Tocotronic, Kettcar, die Goldenen Zitronen und tausend andere, Berlin hat seine Rapper und die Beatsteaks, München die Sportfreunde Stiller und Köln immerhin noch Bap. Und was geht in Mainz? weiterlesen

Erschienen am 21.Juli 2009 auf den Mainzer Stattansichten