Schlagwörter: Rassismus

FALK FATAL antwortet der AfD Wiesbaden

FalkFatal-260x312Die AfD ist eine Partei der schlichten Wahrheiten. Je komplexer das Problem, desto einfacher die Lösung. Da macht der Wiesbadener Kreisverband der AfD keine Ausnahme. Seit April hätte es angeblich vermehrt Farbbeutelwürfe auf das Vereinsheim des SV Erbenheim gegeben (die Pächterin der Vereinskneipe vermietet ihre Räumlichkeiten regelmäßig an die AfD). Ebenso hätten die Stadtverordneten der AfD Graffitis vor ihren Haustüren gefunden.

Die Schuldigen sind schnell gefunden: der Sensor und besonders meine Person, da ich in meiner April-Kolumne vor der AfD gewarnt habe. Dass zumindest ließ die AfD Wiesbaden in einer Pressemitteilung vom 24. Mai verlautbaren. Als Beleg dienen die letzten beiden Sätze der  Kolumne: „Es wird höchste Zeit, den Feinden von Demokratie und offener Gesellschaft entschlossen entgegenzutreten. Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Weiterlesen

FALK FATAL und der kleine Mann von der Straße

FalkFatal-260x312Der kleine Mann von der Straße hat die Schnauze gestrichen voll. Ganz Wiesbaden ist eine Baustelle, so scheint es ihm. Überall werden die Straßen aufgerissen und wieder zugeschüttet. Was die machen, ist ihm egal. Er findet es scheiße. Denn jetzt dauert der Feierabendstau auf dem 1. Ring fünf Minuten länger als sonst. Dass er letzte Woche über die vielen Schlaglöcher in Wiesbadens Straßen geschimpft hat, hat er da schon längst vergessen. Er sucht nämlich schon seit einer halben Stunde einen Parkplatz. Gerne würde er sich einfach ins Halteverbot stellen. Aber er hat den Monat schon vier Knöllchen bekommen. Das machen die von der Stadt bestimmt extra. Nur um ihn zu ärgern. Findet er scheiße.

Sonst hat der kleine Mann nichts gegen Abschreckung. Die Strafen können ihm nicht hart genug sein. Ist doch kein Wunder, dass die Kriminalität so hoch ist, wenn Knast ein besserer Ausflug ins Landjugendheim ist. Der Hoeneß zum Beispiel. Das ist doch ein Witz, was der an Strafe bekommen hat. Zig Millionen hat er an Steuern unterschlagen und bekommt dann nur zwei Jahre oder so. Dass der kleine Mann es mit der Steuer nicht so genau nimmt und bei den Werbungskosten gerne mal schummelt – geschenkt. Machen doch alle so. Weiterlesen

FALK FATAL hat die Schnauze voll von Rassisten

FalkFatal-260x312Am Abend des 22. August 1992 griffen mehrere Hundert Rechtsradikale in Rostock-Lichtenhagen das Sonnenblumenhaus, wie die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber genannt wurde, und das angrenzende Wohnheim für ehemalige vietnamesische Vertragsarbeiter, mit Steinen und Molotow-Cocktails an – während bis zu 3.000 Menschen zusahen und applaudierten. Die Angriffe dauerten fünf Tage. Zeitweise zog sich die Polizei komplett zurück und überließ die Insassen des Hauses ihrem Schicksal. Erst als die mehr als hundert verbliebenen Bewohner evakuiert worden waren, beruhigte sich die Lage. Dass es keine Todesopfer zu beklagen gab, kann als glückliche Fügung bezeichnet werden.

Sinnbild dieser Ausschreitungen ist das Foto eines Mannes mit Schnurrbart, der mutmaßlich eine vollgepinkelte Jogginghose und ein Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft trug und dabei den rechten Arm zum Hitlergruß hob. Dieses Foto widerspricht der gängigen Vorstellung, dass es sich bei Rassisten immer um Männer mit kahlrasierten Köpfen, Springerstiefeln und Bomberjacke handelt. Die Ausschreitungen in Lichtenhagen zeigten, das Rassismus nicht nur am rechten Rand der Gesellschaft zu finden ist, sondern auch in der gesellschaftlichen Mitte auf Zustimmung trifft.
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FALK FATAL wünscht sich mehr Differenziertheit

FalkFatal-260x312Es ist schon merkwürdig, dass wir in einer Zeit, in der alle möglichst individuell sein wollen, über bestimmte Bevölkerungsgruppen sprechen, als handle es sich bei ihnen um einen monolithischen Block. Wir sprechen gerne von den Muslimen, vergessen dabei ganz oft, dass es sich dabei um einen deutschen Fußball-Weltmeister handelt. Oder um einen Literaturwissenschaftler in Kairo, um einen Banker in Kuala Lumpur, um einen nigerianischen Ölarbeiter im Nigerdelta oder um einen Gemüsehändler in Marseille.

Wir vergessen dabei auch gerne, dass es DEN Muslim, nicht gibt. Wir vergessen oft ihre kulturellen und landesspezifischen Prägungen und Sozialisationen. Irgendwie gehen wir in der öffentlichen Rede immer davon aus, dass alle, die potenziell muslimischen Glaubens sein könnten, auch bis in die Haarspitzen gläubig sind. Sind sie aber nicht. So kommt die Studie „Muslimisches Leben in Deutschland“ des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge zu dem Ergebnis, dass der überwiegende Teil der in Deutschland lebenden Muslime sich zwar als gläubig bezeichnet. Aber immerhin knapp ein Sechstel sieht sich als nicht oder wenig gläubig. Weiterlesen