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FALK FATAL vermisst das Sommerloch

FalkFatal-260x312Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da zeigte die Tagesschau im Sommer Helmut und Hannelore Kohl entspannt in ihrem Feriendomizil am Wolfgangsee. Die Bild-Zeitung berichtete über die irre Forderung eines CSU-Hinterbänklers aus dem Bundestag, der Mallorca zum 17. Bundesland machen wollte. Dieses Jahr hätten sich sicher viele Menschen die gute alte Sommerloch-Zeit zurückgewünscht. Stattdessen gab es einen Horror-Sommer.

Die Briten entschlossen sich mit knapper Mehrheit für den Brexit, ein Islamist fuhr in Nizza am Nationalfeiertag in eine Menschenmenge, weil er glaubte, damit Allah einen Gefallen zu tun. Einen Tag später wurde in der Türkei ein Militärputsch niedergeschlagen, den Präsident Erdogan seitdem zum Anlass nimmt, all seine Kritiker mundtot zu machen. Kurz darauf schwang ein bekloppter Islamist in einem Regionalzug nahe Würzburg bewusst die Axt und verletzte vier Menschen schwer. Ein paar Tage später läuft ein Bewunderer Anders Breivik und angeblicher AfD-Anhänger am fünften Jahrestag der Osloer-Anschläge in München Amok und tötet neun Menschen mit Migrationshintergrund. Wiederum nur wenige Tage später, verübt ein abgelehnter Asylbewerber einen Sprengstoffanschlag in Ansbach, bei dem er glücklicherweise nur sich selbst verletzt. Zwei Tage später schneiden zwei Islamisten einem Pfarrer in einer Kirche in Saint-Étienne-du-Rouvray die Kehle durch. Weiterlesen

FALK FATAL antwortet der AfD Wiesbaden

FalkFatal-260x312Die AfD ist eine Partei der schlichten Wahrheiten. Je komplexer das Problem, desto einfacher die Lösung. Da macht der Wiesbadener Kreisverband der AfD keine Ausnahme. Seit April hätte es angeblich vermehrt Farbbeutelwürfe auf das Vereinsheim des SV Erbenheim gegeben (die Pächterin der Vereinskneipe vermietet ihre Räumlichkeiten regelmäßig an die AfD). Ebenso hätten die Stadtverordneten der AfD Graffitis vor ihren Haustüren gefunden.

Die Schuldigen sind schnell gefunden: der Sensor und besonders meine Person, da ich in meiner April-Kolumne vor der AfD gewarnt habe. Dass zumindest ließ die AfD Wiesbaden in einer Pressemitteilung vom 24. Mai verlautbaren. Als Beleg dienen die letzten beiden Sätze der  Kolumne: „Es wird höchste Zeit, den Feinden von Demokratie und offener Gesellschaft entschlossen entgegenzutreten. Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Weiterlesen

Abgehängte Kultur

Bild: flickr.com/Erich Ferdinand
Bild: flickr.com/Erich Ferdinand

Auf den ersten Blick wird an Wiesbadens Litfaßsäulen auch im April 2016 noch fleißig für Kultur geworben – für ein Konzert des Wiesbadener Knabenchors etwa, für ein Chansonkonzert im Kulturclub Biebrich, Aufführungen des Jugendzirkus Flambolé oder das Internationale Sommerfest, für Literaturtage und das Folklore-Festival. Spätestens bei letzterem werden viele stutzig. Mit gutem Grund: Auf den zweiten Blick entpuppen sich die bunten Plakate allzu oft als Werbung für Veranstaltungen aus dem vergangenen Jahr. Denn seit 1. Juli 2015 können sich viele Wiesbadener Kulturveranstalter die Plakatwerbung auf Litfaßsäulen und Stromkästen nicht mehr leisten. Weiterlesen

FALK FATAL hält Kurs

FalkFatal-260x312Wiesbaden hat gewählt. Das Ergebnis ist so schlimm wie von vielen befürchtet. Knapp 13 Prozent der Stimmen sind auf die AfD entfallen. Damit sitzen mindestens die nächsten fünf Jahre elf Rassisten, Nationalisten sowie Feinde der Demokratie und der offenen Gesellschaft in der Stadtverordnetenversammlung – oder zumindest elfzehn Männer und eine Frau, die kein Problem damit haben, in einer Partei zu sein, die solches propagiert. Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt sind nicht minder erschreckend.

Wenn die Frage aufkommt, wie Hitler Reichskanzler werden konnte, ist gerne von der Machtergreifung die Rede. Das klingt brutal und nach einem Akt der Gewalt. Doch es verschleiert, wie Hitler an die Macht gelangte. Denn die NSDAP wurde demokratisch gewählt und Hitler anschließend von Reichspräsident Paul von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Erst Hitlers  Ermächtigungsgesetz beendete gemeinsam mit der Reichstagsbrandverordnung die Weimarer Demokratie und bedeutete den Beginn der Nazi-Barbarei. Die Demokratie wurde durch eine demokratische Wahl abgeschafft. Weiterlesen

Im kleinem Gang – Der Radverkehr kommt in Wiesbaden nur langsam voran

bike-1553527-1280x960Andreas Schidlowski legt laut eigener Aussage jährlich bis zu 4.000 Kilometer mit dem Rad in Wiesbaden zurück. Er gehört damit zu den knapp sechs Prozent der leidgeprüften Wiesbadener, die das Fahrrad regelmäßig als Verkehrsmittel nutzen. Denn Wiesbaden belegt nicht ohne Grund den letzten Platz im Ranking der fahrradfreundlichsten Großstädte Deutschlands des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC). Weiterlesen

FALK FATAL irrt durch den Wahlkampfschilderwald

FalkFatal-260x312Wi gut für die Kampa der SPD Wiesbaden, dass sie in Wiesbaden beheimatet ist. Was wi eine Binse klingt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als glückliche Fügung. Wäre sie zum Beispiel in Mainz beheimatet, stünden die Wahlkampfstrategen vor erheblichen kreativen Hürden. Wortspiele mit dem städtischen Kennzeichen oder den ersten beiden Buchstaben im Stadtnamen, würden dann nicht mehr funktionieren. “Wie es weitergeht? Mzgrmpf” oder “Wie es weitergeht? Ma gucken” wären wohl wenig dazu angetan, Wahlvolk anzusprechen. Wi gut also, das die Wiesbadener SPD in Wi beheimatet ist. Da kann man zur Antwort auf die Frage, “Wi es weitergeht?”, locker-flockig sympathische Adjektive wie menschlich oder sozial als Antwort aneinanderreihen.

Deutlich mehr Testosteron war wohl im Spiel, als die CDU ihre Wahlkampfslogans festlegte. Weiterlesen

FALK FATAL hat den Neujahrs-Blues

FalkFatal-260x312Neues Jahr, neues Glück, tut der Volksmund gerne kund. Damit ist die Vorstellung verbunden, dass der Jahreswechsel einen Cut bedeutet, dass die Welt zumindest für einen kurzen Moment zur Ruhe kommt. Für einen selbst mag das stimmen: für die meisten von uns entschleunigt sich zwischen den Jahren das Leben. Doch während die Weihnachtsgans noch verdaut und das Raclette für Silvester vorbereitet wird, dreht die Welt sich einfach weiter.

Bestes Beispiel sind die sexuellen Belästigungen, die in der Silvesternacht in Köln und in anderen Städten begangen wurden. Die Übergriffe sind gleich mehrfach schlimm. Am schlimmsten natürlich für die betroffenen Frauen. Aber auch für die hier lebenden Migranten, Flüchtlinge und Deutsche mit Migrationshintergrund, die friedlich ihr Leben leben und jetzt von den Rassisten, die sich gerne besorgte Bürger nennen, in einen Topf mit den Silvester-Straftätern geworfen werden. Weiterlesen

Rückblick: Mein erstes Konzert im Schlachthof

schlachthofDen alten Schlachthof Wiesbaden gibt es nicht mehr. Kürzlich wurden Halle und Räucherkammer abgerissen. Klar, der Konzertbetrieb fand schön länger in der neuen Halle und im Kesselhaus statt. Und ich habe da auch schon eine Menge guter Konzerte gesehen. Trotzdem ist mit dem Abriss von Halle und Räucherkammer auch ein wichtiger Teil meiner Jugend abgerissen worden. Was habe ich da, vor allem in der Räucherkammer, für großartige Konzerte gesehen. Grund genug, kurz nostalgisch zu werden und mich an mein erstes Konzert im Schlachthof Wiesbaden zu erinnern. Weiterlesen

FALK FATAL ist auf den Hund gekommen

FalkFatal-260x312Wenn man mich früher fragte, wie ich es mit Hunden halte, antwortete ich meist mit einem Lied der Berliner Punkrockband Terrorgruppe. „Der Bernhardiner ist mir der Liebste, denn er trägt ein Fässchen voller Brandwein. Darum sollten Bernhardiner die einzigen Hunde auf der Erde sein“, sang ich meinen Gesprächspartnern dann vor – womit sich das Gespräch über Hunde meist erledigte (was aber auch meinen Sangeskünsten liegen kann). Es war nicht einmal so, dass ich groß etwas gegen Hunde hatte. Ich wollte einfach keinen besitzen. Zu viel Verantwortung und Einschränkung schien es mir, sich um einen Hund zu kümmern. Ich habe ja schon genug damit zu tun, für mein eigenes Leben Verantwortung zu tragen, wie soll das dann bei einem anderen Lebewesen funktionieren, redete ich mir ein.

Was war ich für ein Narr! Weiterlesen