WO WANDERN DIE DATEN HIN?

prism_bearbeitet-1Prism, Tempora und Co. haben es hoffentlich mehr als deutlich gemacht, wie sehr unsere Daten, die wir täglich im Netz hinterlassen, durch die Welt wandern. Für alle, die es anschaulicher brauchen, haben die Kollegen von Open Data City eine hübsche App gebaut, die zeigt, wie bei bei Nutzung ausgewählter Internetdienste Datenpakete durch die Leitungen wandern und an welchen Knotenpunkten sie von den Geheimdiensten abgegriffen werden können.

Hintergrund: Die Kabel-Routen auf der Karte stammen von www.cablemap.info. Wie die Pakete durch das Netz reisen, haben wir mit dem Programm Traceroute ermittelt. Es nutzt eines der grundlegenden Internet Protokolle (IP). Es fragt ab, welche IP-Router (Schaltstellen) die Anfrage, die in einem oder mehreren „Paketen“ erfolgt, weitergeleitet wird. Doch nicht jeder Router antwortet auf „Traceroute“ und welches Unterseekabel exakt genutzt wird, ist uns auch nicht bekannt. Auch können sich je nach Tageszeit oder Wochentag die Routen der Pakete drastisch ändern.

So sind die in der Anwendung gezeigten Verbindungen typische Beispiele (in Zeitlupe), die wir aus vielen verschiedenen tatsächlichen Anfragen an die jeweiligen Dienste ausgewählt haben. Hinweis: Die Standorte, die anhand der IP-Adresse der Router ermittelt werden, stimmen nicht unbedingt mit dem tatsächlichem pyhsischen Standort überein, sondern ggf. nur mit dem Firmensitz dessen Betreibers.

Mehr Informationen zu Prism & Tempora hier: Spiegel OnlineSüddeutscheNetzpolitik.

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